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26. BImSchV: 26. Verordnung zur
Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes - Verordnung über
elektromagnetische Felder. Hier sind seit dem 1. Januar 1997 die von der
Strahlenschutzkommission bzw. der ICNIRP empfohlenen Werte als bundesweit
verbindliche Grenzwerte für elektrische und magnetische Feldstärken
in der Umgebung von Stromversorgungsanlagen (z.B. Hochspannungsleitungen,
Bahnstromleitungen) sowie für Funksendeanlagen (einschließlich des
Bereiches der Mobilfunkfrequenzen) festgeschrieben.
Abgeleiteter Grenzwert: Da
die Verfahren zur Überprüfung der Einhaltung der Basisgrenzwerte zu
aufwendig sind, werden zur Expositionsbeurteilung "abgeleitete Grenzwerte"
eingeführt. Zu ihrer Formulierung werden leichter messbare
Größen verwendet, die in der Umgebung des Menschen ermittelt werden
können. Die abgeleiteten Größen sind: elektrische
Feldstärke, magnetische Flussdichte und Leistungsflussdichte
außerhalb des Körpers sowie die im Körper fließenden
Ströme.
AEG: Allgemeines Eisenbahngesetz.
Alzheimer-Krankheit: eine Erkrankung des
Gehirns (degenerative Veränderung), in deren Verlauf sich zunächst
meist Gedächtnisstörungen, später dann auch Orientierungs- oder
Sprachstörungen u.ä. zeigen. Tritt meist zwischen dem 50. und 60.
Lebensjahr, bevorzugt bei Frauen, auf.
Amplitudenmoduliertes Feld:
hochfrequentes elektromagnetisches Feld, dessen Trägerschwingung durch
eine zweite, "modulierende" Schwingung verändert wird.
Basisgrenzwerte: sind die
Grenzwerte der Exposition durch elektromagnetische Felder, die auf gesicherten
Schwellenwerten der unmittelbar im Gewebe wirksamen physikalischen
Einflussgrößen unter Berücksichtigung von Sicherheitsfaktoren
beruhen. Je nach den Frequenzen der Felder sind die wirksamen physikalischen
Größen die elektrische Feldstärke bzw. die zugehörige
Stromdichte und die spezifische Energieabsorptionsrate im Gewebe. (Quelle: SSK
1999, S. 7).
BauGB: Baugesetzbuch.
BauNVO: Baunutzungsverordnung.
BImSchG: Bundes-Immissionsschutzgesetz.
BMU: Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit.
Desynchronisierung: aus dem
Gleichlauf oder Gleichtakt geraten.
EEG: Elektroenzephalogramm;
Kurvenbild (Hirnstrombild) des zeitlichen Verlaufs der die Gehirntätigkeit
begleitenden langsamen elektrischen Erscheinungen; wird durch auf der Kopfhaut
angebrachte Elektroden erfasst; lässt u.a. Rückschlüsse auf
Erkrankungen des Gehirns zu.
EIRP: Equivalent Isotropic Radiated
Power; äquivalente isotrope Strahlungsleistung.
Elektrisches Feld: Ein elektrisches Feld
entsteht überall dort, wo aufgrund getrennter Ladungsträger eine
Potentialdifferenz, d.h. eine elektrische Spannung, vorhanden ist. Dies ist
auch dann der Fall, wenn kein Strom fließt. Die Stärke des
elektrischen Feldes nimmt mit zunehmender Spannung zu und mit zunehmendem
Abstand von der Quelle ab. (Quelle:
www.lfu.baden-wuerttemberg.de/lfu/abt3/e-smog/kap-02.htm).
Elektrische Feldstärke: ist ein
Maß für die von einem elektrischen Feld ausgehende Kraftwirkung;
wird gemessen in Volt pro Meter (V/m).
Elektromagnetische Felder: allgemeine Bezeichnung
für das gesamte Spektrum elektrischer und magnetischer Felder.
EMF: Elektromagnetische Felder.
Emission: bezeichnet das Aussenden von Wellen bzw.
Feldern.
Emissionsquellen: natürliche oder technische
Objekte, von denen Wellen bzw. Felder ausgehen.
EnWG: Energiewirtschaftgesetz.
Epidemiologie: die Untersuchung der Verteilung von
Krankheiten in der Bevölkerung sowie ihrer physikalischen, chemischen,
psychischen und sozialen Ursachen und Folgen.
Exposition: Ausmaß, in dem eine Person der
Einwirkung von Umweltfaktoren, z.B. elektromagnetischen Feldern, ausgesetzt
ist.
Gepulstes Feld: bezeichnet ein
hochfrequentes Feld, das in einem bestimmten Rhythmus an- und abgeschaltet
wird.
Grauer Star: Augenkrankheit; Trübung
der Augenlinse mit je nach Sitz und Ausprägung unterschiedlicher
Beeinträchtigung des Sehvermögens.
Hirnwellen: Potentialschwankungen des Gehirns;
->EEG: Kurvenbild, Hirnstrombild.
Hochfrequente Felder: umfassen den Frequenzbereich
von 100 kHz bis 300 GHz.
ICNIRP: International Commission on
Non-Ionizing Radiation Protection; Internationale Kommission für den
Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung.
IRPA: International Radiation Protection
Association; Internationale Gesellschaft für Strahlenschutz.
Kognitiv: auf Wahrnehmung,
Gedächtnis, Denken oder Erkennen bezogen.
Leukämie: bösartige Erkrankung
der weißen Blutkörperchen (Quelle: Pschyrembel. Klinisches
Wörterbuch. Berlin, New York: Walter de Gruyter; 1997, 258. Auflage).
Magnetisches Feld: Ein magnetisches Feld
entsteht überall dort, wo elektrische Ladungen bewegt werden, d.h. wo ein
elektrischer Strom fließt. Die Einheit der magnetischen Feldstärke
ist Stromstärke (gemessen in Ampere) pro Meter (A/m) oder, angegeben als
magnetische Induktion, Tesla (T). Die magnetische Induktion ist proportional
der magnetischen Feldstärke (in Luft entspricht 1 A/m 1,257 µT). Die
Stärke des Magnetfeldes nimmt mit zunehmender Stromstärke zu und mit
zunehmendem Abstand von der Quelle ab. (Quelle: www.lfu.baden-wuerttemberg.de/lfu/abt3/e-smog/kap-02.htm#kap2-2).
Magnetische Feldstärke: Maß für die Stärke
und Richtung der Kraft auf ein ruhendes oder bewegtes geladenes
Teilchen im elektromagnetischen Feld. Bei hochfrequenten elektromagnetischen
Wellen sind elektrisches und magnetisches Feld eng miteinander gekoppelt.
Maßeinheit: Ampere pro Meter (A/m) (Quelle: www.bfs.de/info/).
Magnetische Flussdichte: Maß für die
Kraft, die auf eine bewegte Ladung oder bewegte Ladungen wirkt. Wird in Tesla
(T) ausgedrückt. (Quelle: SSK 1999).
Melatonin: Hormon, das wahrscheinlich nur von der
Zirbeldrüse in Abhängigkeit vom Hell-Dunkel-Rhythmus (vermehrt bei
Dunkelheit) produziert wird. (Quelle: Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch.
Berlin, New York: Walter de Gruyter; 1997, 258. Auflage).
Nicht-thermische Effekte: Die Wirkung
elektromagnetischer Energie auf einen Körper, die nicht mit Wärme
verbunden ist. (SSK 1999).
Niederfrequente Felder: umfassen den Frequenzbereich
von 0 bis ca. 100 kHz.
Physiologie: Wissenschaft und Lehre von
den normalen Lebensvorgängen, insbesondere von den physikalischen
Funktionen des Organismus (Quelle: Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch.
Berlin, New York: Walter de Gruyter; 1997, 258. Auflage).
Planfeststellung: die im Rahmen der staatlichen
Fachplanung vorzunehmende Prüfung, rechtliche Gestaltung und
Durchführung eines konkreten (Bau-) Vorhabens. Mit der Planfeststellung
treten unmittelbare Rechtsfolgen ein, z.B. Nutzungseinschränkungen
für Anliegergrundstücke. (Quelle: Meyers Lexikon - Das Wissen A-Z;
Ausgabe 1993).
Psychosomatik: Bezeichnung für die
Wechselwirkung von Körper u. Seele; im klinischen Sprachgebrauch
Bezeichnung für eine Krankheitslehre, die psychische Einflüsse auf
körperliche Vorgänge, z.B. die Entstehung von Asthma bronchiale,
Colitis ulcerosa, Ulcus pepticum u.a. Erkrankungen, berücksichtigt; im
weiteren Sinne können alle psychogenen Erkrankungen, die, wie z.B. ein
psychovegetatives Syndrom, eine Organneurose oder ein allgemeines
Anpassungssyndrom, zu somatischen Symptomen und pathologisch-anatomischen
Veränderungen führen, als psychosomatische Krankheiten verstanden
werden. (Quelle: Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. Berlin, New York:
Walter de Gruyter; 1997, 258. Auflage).
Reg TP: Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post.
Retina: Netzhaut des Auges
SAR: Spezifische Absorptionsrate; wird in
Watt pro Kilogramm (W/kg) ausgedrückt.
SSK: Deutsche Strahlenschutzkommission.
Statistisch signifikant: meint, dass mit einer (nach
wissenschaftlichen Konventionen) hinreichend großen Wahrscheinlichkeit
ein gegebenes Untersuchungsergebnis als nicht zufällig zustande gekommen
angesehen werden kann.
Strahlung: die mit einem gerichteten Transport von
Energie oder Materie (bzw. von beiden) verbundene räumliche Ausbreitung
eines physikalischen Vorgangs; auch Bezeichnung für die hierbei
transportierte Energie oder Materie. Bei einer Wellen-Strahlung, wie z. B. bei
der elektromagnetischen Strahlung, erfolgt die Ausbreitung in Form von Wellen.
(Quelle: Meyers Lexikon - Das Wissen A-Z; Ausgabe 1993).
Stromdichte: Ein Vektor, dessen Integral über
eine gegebene Fläche gleich dem elektrischen Strom ist, der durch diese
Fläche tritt. Wird ausgedrückt in Ampere pro Quadratmeter
(A/m²). (Quelle: SSK 1999).
Testosteron: stärkstes
männliches Sexualhormon.
Thermische Effekte: Wirkungen, die durch Wärme
verursacht werden.
TKG: Telekommunikationsgesetz.
UVPG: Gesetz über die
Umweltverträglichkeitsprüfung.
VwVfG: Verwaltungsverfahrensgesetz.
WHO: World Health Organization;
Weltgesundheitsorganisation.
Zellmembran: in sich geschlossene,
teilweise durchlässige äußere Begrenzung von tierischen Zellen
zur Gewährleistung des Kontakts zu anderen Zellen (Stoffaustausch,
Reizbeantwortung), der Oberflächenspannung und von Zellbewegungen.
(Quelle: Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. Berlin, New York: Walter de
Gruyter; 1997, 258. Auflage).
Zentralnervensystem: durch Anhäufung von
Ganglienzellen entstehende, übergeordnete Teile des Nervensystems, die
einerseits ein Gehirn, andererseits ein Rückenmark (bei den Wirbeltieren
einschließlich Mensch) bzw. ein Bauchmark (bei Ringelwürmern und
Gliedertieren) bilden. (Quelle: Meyers Lexikon - Das Wissen A-Z; Ausgabe 1993).
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