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Die Wirkungen von EMF auf den Menschen sind
schon seit Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und es gibt
mittlerweile eine große Zahl von Forschungsergebnissen. Unzweifelhaft
ist, dass
nieder- und
hochfrequente elektromagnetische Felder
Auswirkungen auf Menschen haben können. Und es ist auch unbestreitbar,
dass EMF, wenn sie stark genug sind, Menschen schädigen können. Die
eigentlich interessierende Frage ist aber, ob EMF unterhalb der bestehenden
Grenzwerte für nieder- bzw. hochfrequente Felder noch zu
Gesundheitsschäden führen können. Die Beurteilung dieser Frage
durch nationale und internationale Expertengruppen, wie der
Strahlenschutzkommission, der Internationalen Kommission zum Schutz vor
nichtionisierender
Strahlung oder der
Weltgesundheitsorganisation, ist eindeutig: Nach ihrer Einschätzung gibt
es keine wissenschaftlich gesicherten Hinweise darauf, dass bei Einhaltung der
geltenden Grenzwerte Gesundheitsrisiken durch EMF bestehen. Das gilt auch
für die sogenannten athermischen Effekte, die bei dieser Bewertung
berücksichtigt sind. Allerdings wird zugleich betont, dass bei vielen
Einzelfragen die bislang vorliegenden Forschungsergebnisse unzureichend sind
und weitere wissenschaftliche Studien durchgeführt werden müssen.
(Grundlagen und Probleme der Risikobewertung bei EMF sowie wesentliche
Forschungsergebnisse zu den gesundheitlichen Folgen von EMF werden im
zweiten Teil behandelt.)
Im Zentrum der öffentlichen Kontroverse um
EMF stehen zur Zeit vor allem der Mobilfunk, d.h. die Mobilfunktelefone
(Handys) und die zu deren Nutzung notwendigen Sendeanlagen, sowie die
Hochspannungsleitungen der Energieversorgungsunternehmen.
Ausgetragen werden die Konflikte um Mobilfunk
bzw. Hochspannungsleitungen meist auf lokaler Ebene, d.h. in den Kommunen oder
Landkreisen dort, wo die Sendeanlagen oder Stromtrassen gebaut werden
sollen. Ohne ausreichende Begleitmaßnahmen können solche Konflikte
eskalieren und kommunale Entscheidungsträger in eine schwierige Lage
bringen. Denn einerseits müssen die Vertreter der Kommunen dafür
sorgen, dass ihre Gemeinde eine moderne technische Infrastruktur hat und
andererseits müssen sie auf die Wünsche und Befürchtungen ihrer
Bürger und Bürgerinnen achten. |