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<<  ^  Teil 1, Kapitel 2
Das Elektrosmog-Problem: Worum geht es? [2]
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Die Wirkungen von EMF auf den Menschen sind schon seit Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und es gibt mittlerweile eine große Zahl von Forschungsergebnissen. Unzweifelhaft ist, dass nieder- und hochfrequente elektromagnetische Felder Auswirkungen auf Menschen haben können. Und es ist auch unbestreitbar, dass EMF, wenn sie stark genug sind, Menschen schädigen können. Die eigentlich interessierende Frage ist aber, ob EMF unterhalb der bestehenden Grenzwerte für nieder- bzw. hochfrequente Felder noch zu Gesundheitsschäden führen können. Die Beurteilung dieser Frage durch nationale und internationale Expertengruppen, wie der Strahlenschutzkommission, der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung oder der Weltgesundheitsorganisation, ist eindeutig: Nach ihrer Einschätzung gibt es keine wissenschaftlich gesicherten Hinweise darauf, dass bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte Gesundheitsrisiken durch EMF bestehen. Das gilt auch für die sogenannten athermischen Effekte, die bei dieser Bewertung berücksichtigt sind. Allerdings wird zugleich betont, dass bei vielen Einzelfragen die bislang vorliegenden Forschungsergebnisse unzureichend sind und weitere wissenschaftliche Studien durchgeführt werden müssen. (Grundlagen und Probleme der Risikobewertung bei EMF sowie wesentliche Forschungsergebnisse zu den gesundheitlichen Folgen von EMF werden im zweiten Teil behandelt.)

Im Zentrum der öffentlichen Kontroverse um EMF stehen zur Zeit vor allem der Mobilfunk, d.h. die Mobilfunktelefone (Handys) und die zu deren Nutzung notwendigen Sendeanlagen, sowie die Hochspannungsleitungen der Energieversorgungsunternehmen.

Ausgetragen werden die Konflikte um Mobilfunk bzw. Hochspannungsleitungen meist auf lokaler Ebene, d.h. in den Kommunen oder Landkreisen – dort, wo die Sendeanlagen oder Stromtrassen gebaut werden sollen. Ohne ausreichende Begleitmaßnahmen können solche Konflikte eskalieren und kommunale Entscheidungsträger in eine schwierige Lage bringen. Denn einerseits müssen die Vertreter der Kommunen dafür sorgen, dass ihre Gemeinde eine moderne technische Infrastruktur hat und andererseits müssen sie auf die Wünsche und Befürchtungen ihrer Bürger und Bürgerinnen achten.

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