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Aktive enagagieren sich, um ihre
Interessen zu vertreten. So können z.B. Gewerbetreibende und Hoteliers um
eine bessere Versorgung mit Mobilfunk bemüht sein. Andere Mitglieder der
Kommune sprechen sich dagegen aus und gründen Initiativen, um ihren
Forderungen entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Diese Zielgruppen
müssen nicht besonders motiviert werden, um sich an der Diskussion zu
beteiligen, sie tun dies aus eigenem Antrieb. Entschiedene Interessen
führen aber zuweilen auch zu Einseitigkeiten. Oft wird nur das anerkannt,
was die eigene Meinung unterstützt, die Probleme werden zugespitzt, und
nicht selten werden der Gegenseite üble Absichten unterstellt mit
fatalen Folgen für die Kommunikation. Gemeindepolitik sollte deshalb immer
im Auge behalten, dass es zu Pro- oder Kontra-Auffassungen auch entsprechende
Gegenargumente gibt. Noch wichtiger ist es, Überspitzungen
entgegenzuwirken und eine offene und sachliche Diskussion in Gang zu
setzen.
Meinungsbildner in der Gemeinde sind von
besonderer Bedeutung. Wie der Arzt vor Ort Stellung nimmt, was die Physiklehrer
sagen und wie der Pfarrer eingestellt ist, spielt für viele Unentschiedene
eine wichtige Rolle, denn diese Personen haben ihr Vertrauen, sie sind
anerkannt. Schwierigkeiten entstehen jedoch dann, wenn einzelne Meinungsbildner
pauschale Bewertungen abgeben, die über ihren eigenen Kompetenzbereich
hinausgehen. Hier muss die Gemeindepolitik den zuweilen schwierigen Weg gehen
und verdeutlichen, dass fachliche Expertise ein knappes Gut ist. So hat z.B.
der Sachverständigenrat für Umweltfragen erklärt, dass als
wissenschaftlicher Experte nur gelten kann, wer eigene Forschung betreibt,
seine Ergebnisse in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht
und sich der Kritik anderer Wissenschaftler stellt. |