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<<  ^  Teil 1, Kapitel 4
Der Umgang mit EMF-Problemen [8]
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Aktive enagagieren sich, um ihre Interessen zu vertreten. So können z.B. Gewerbetreibende und Hoteliers um eine bessere Versorgung mit Mobilfunk bemüht sein. Andere Mitglieder der Kommune sprechen sich dagegen aus und gründen Initiativen, um ihren Forderungen entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Diese Zielgruppen müssen nicht besonders motiviert werden, um sich an der Diskussion zu beteiligen, sie tun dies aus eigenem Antrieb.
Entschiedene Interessen führen aber zuweilen auch zu Einseitigkeiten. Oft wird nur das anerkannt, was die eigene Meinung unterstützt, die Probleme werden zugespitzt, und nicht selten werden der Gegenseite üble Absichten unterstellt – mit fatalen Folgen für die Kommunikation. Gemeindepolitik sollte deshalb immer im Auge behalten, dass es zu Pro- oder Kontra-Auffassungen auch entsprechende Gegenargumente gibt. Noch wichtiger ist es, Überspitzungen entgegenzuwirken und eine offene und sachliche Diskussion in Gang zu setzen.

Meinungsbildner in der Gemeinde sind von besonderer Bedeutung. Wie der Arzt vor Ort Stellung nimmt, was die Physiklehrer sagen und wie der Pfarrer eingestellt ist, spielt für viele Unentschiedene eine wichtige Rolle, denn diese Personen haben ihr Vertrauen, sie sind anerkannt. Schwierigkeiten entstehen jedoch dann, wenn einzelne Meinungsbildner pauschale Bewertungen abgeben, die über ihren eigenen Kompetenzbereich hinausgehen. Hier muss die Gemeindepolitik den zuweilen schwierigen Weg gehen und verdeutlichen, dass fachliche Expertise ein knappes Gut ist. So hat z.B. der Sachverständigenrat für Umweltfragen erklärt, dass als wissenschaftlicher Experte nur gelten kann, wer eigene Forschung betreibt, seine Ergebnisse in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und sich der Kritik anderer Wissenschaftler stellt.

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