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<<  ^  Teil 2, Kapitel 2
Basiswissen: Die Bewertung der Wirkungen von EMF auf die Gesundheit [23]
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Zusammenfassung

  • Die Ableitung von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung muss auf einer wissenschaftlich basierten Risikobewertung beruhen. Dazu sind drei Schritte nötig: (1) Grundlagenforschung zu den Wirkungen von EMF, (2) die Bewertung der Ergebnisse der Forschung darauf hin, ob gesundheitsschädigende Wirkungen vorhanden sind und (3) die Ableitung der erforderlichen Schutzmaßnahmen.

  • Bei der Bewertung gesundheitsschädlicher Wirkungen können Fachleute Fehler machen: Entweder sie sehen ein Risiko, wo keines ist (Fehlalarm) oder sie unterschätzen das Risiko (fehlender Alarm).

  • Obwohl EMF unbestreitbar Auswirkungen auf Lebewesen haben, fehlen für viele Risikovermutungen die Beweise. Aber es gibt auch keine absolute Sicherheit: Ein Risiko lässt sich nie völlig ausschließen.

  • Der Fall "Elektrosmog" unterscheidet sich allerdings von eindeutig erkannten und unstrittigen Risiken wie z.B. den Gesundheitsgefahren durch das Rauchen, durch Asbest und durch giftige Chemikalien.

  • Der Gesetzgeber hält in Bezug auf den Gesundheitsschutz der Bevölkerung die nachweisbaren Gefahren für maßgeblich.

  • Außerdem empfiehlt der Rat der EU dem Gesetzgeber eine Abwägung3. Die Maßnahmen zur Begrenzung der Einwirkung elektromagnetischer Felder sollten gegenüber den gesundheitlichen Vorteilen abgewogen werden, die die Geräte und Anlagen haben, die diese Felder erzeugen.


3 Siehe die Empfehlung der Rates der EU zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern vom 12.Juli 1999, Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft vom 30.7.99.

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