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<<  ^  Teil 2, Kapitel 2
Basiswissen: Die Bewertung der Wirkungen von EMF auf die Gesundheit [3]
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Forschung als Grundlage des Gesundheitsschutzes

 

Forschung zu elektromagnetischen Feldern gibt es seit mehreren Jahrzehnten. Ungefähr 20 000 Arbeiten existieren und jährlich kommen etwa 500 dazu. Eine kritische Auswahl dazu bietet die Datenbank des Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (FEMU)1 an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. Die Forschung dient vor allem der Untersuchung der Wirkungen von EMF sowie dem Verständnis, wie solche Wirkungen zustande kommen.

Forschungs-
umfang

Grob unterschieden, lässt sich die Forschung zu den gesundheitlichen Wirkungen von EMF in vier Bereiche einteilen:

  • Epidemiologische Untersuchungen
  • Untersuchungen am Menschen
  • Tierversuche
  • Untersuchungen an Zellen und Gewebe
Unter-
suchungs-
methoden

Epidemiologische Untersuchungen werden mit großen Gruppen von Menschen durchgeführt. Studien mit mehreren tausend Personen sind keine Seltenheit. Es soll festgestellt werden, ob das Risiko einer Erkrankung in einer belasteten Gruppe größer ist als in einer unbelasteten. Zum Beispiel wird untersucht, ob das Risiko einer Lungenerkrankung von Rauchern größer ist als das von Nichtrauchern. Eine andere Fragestellung ist, ob Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen wohnen, ein höheres Erkrankungsrisiko haben als solche, die fernab wohnen. Das Problem solcher Untersuchungen ist, dass man bis auf den zu untersuchenden "Faktor" (z.B. Rauchen gegenüber Nichtrauchen) keinerlei andere Unterschiede zwischen den Gruppen haben darf, um das Erkrankungsrisiko wirklich auf das Rauchen zurückführen zu können. Außerdem muss man genau wissen, welchen Belastungen die exponierte Gruppe ausgesetzt ist. Für die Wirkung elektromagnetischer Felder bedeutet dies, dass über Jahre hinweg genau bekannt sein müsste, wie groß die elektromagnetischen Felder waren, denen die untersuchten Personen ausgesetzt waren. Das ist jedoch nie vollständig möglich. Und somit sind immer Unsicherheiten vorhanden. Außerdem können mit epidemiologischen Untersuchungen sehr kleine Risiken nicht bzw. nur sehr ungenau bestimmt werden.


1 Im WWW unter: www.femu.rwth-aachen.de/

Epidemio-
logie
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