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Epidemiologische Untersuchungen werden mit
großen Gruppen von Menschen durchgeführt. Studien mit mehreren
tausend Personen sind keine Seltenheit. Es soll festgestellt werden, ob das
Risiko einer Erkrankung in einer belasteten Gruppe größer ist als in
einer unbelasteten. Zum Beispiel wird untersucht, ob das Risiko einer
Lungenerkrankung von Rauchern größer ist als das von Nichtrauchern.
Eine andere Fragestellung ist, ob Menschen, die in der Nähe von
Hochspannungsleitungen wohnen, ein höheres Erkrankungsrisiko haben als
solche, die fernab wohnen. Das Problem solcher Untersuchungen ist, dass man bis
auf den zu untersuchenden "Faktor" (z.B. Rauchen gegenüber Nichtrauchen)
keinerlei andere Unterschiede zwischen den Gruppen haben darf, um das
Erkrankungsrisiko wirklich auf das Rauchen zurückführen zu
können. Außerdem muss man genau wissen, welchen Belastungen die
exponierte Gruppe ausgesetzt ist.
Für die Wirkung elektromagnetischer Felder bedeutet dies, dass über
Jahre hinweg genau bekannt sein müsste, wie groß die
elektromagnetischen Felder waren, denen die untersuchten Personen ausgesetzt
waren. Das ist jedoch nie vollständig möglich. Und somit sind immer
Unsicherheiten vorhanden. Außerdem können mit epidemiologischen
Untersuchungen sehr kleine Risiken nicht bzw. nur sehr ungenau bestimmt
werden.
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Epidemio- logie |