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Der Gesundheitsschutz darf nicht auf einzelnen,
willkürlich herausgegriffenen Forschungsarbeiten beruhen. Daher stellt
sich im Bewertungsprozess zuerst die Frage, welche wissenschaftlichen Arbeiten
zur Bewertung der gesundheitlichen Wirkungen von EMF herangezogen werden
können. Gefordert wird, dass wissenschaftliche Arbeiten nachvollziehbar
und genau sowie in ihren Aussagen schlüssig sind. Um das zu garantieren,
gibt es in der Wissenschaft das sehr wichtige System der Selbstkontrolle: Bevor
eine wissenschaftliche Arbeit in einer anerkannten Fachzeitschrift publiziert
werden kann, wird sie von anderen Wissenschaftlern geprüft. Erst wenn sie
diese Prüfung überstanden hat, wird sie veröffentlicht.
Die anderen Wissenschaftler achten dabei u.a.
darauf,
- ob beim Versuchsaufbau Fehler vorliegen,
- ob Messfehler vorhanden sind,
- ob die Anzahl der Untersuchungspersonen bzw.
objekte ausreichend groß ist,
- ob die einzelnen Schritte der Untersuchung gut
dokumentiert sind,
- ob die Schlussfolgerungen durch die Versuchsergebnisse
belegt sind.
Solche geprüften Arbeiten bieten ein
verlässliches Fundament für die Risikobewertung. Diese Arbeiten
werden von den Fachgremien gesichtet, geordnet und bewertet. Denn nicht eine
einzelne wissenschaftliche Studie, sondern erst das Gesamtbild ist
entscheidend. |
Kriterien
für die Beurteil- ung wissen- schaftlicher Fragen |