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Zu einer ähnlichen Bewertung der
Krebsrisiken durch niederfrequente elektromagnetische Felder von
Hochspannungsleitungen kommt in den USA auch das National Institute of
Environmental Health Sciences (NIEHS) in einem Bericht an den US-Kongress,
der im Mai 1999 vorgelegt wurde (NIEHS 1999). Nach Würdigung der Daten
kommt das NIEHS zu der Einschätzung, dass die Hinweise auf ein Krebsrisiko
(wie auch für andere Erkrankungen) durch elektrische und magnetische
Felder von Hochspannungsleitungen gering sind. |
Bewertung des NIEHS |
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Hinweise auf potentielle Gesundheitsrisiken
durch EMF von Hochspannungsleitungen ergeben sich aus Sicht des NIEHS vor allem
aus epidemiologischen Studien an Kindern, die in der Nähe von
Hochspannungsleitungen wohnen, und an Personen, die aus beruflichen
Gründen EMF ausgesetzt sind. Bei solchen epidemiologischen Studien ergibt
sich allerdings eine Reihe von Problemen (vgl. Teil
2 Kapitel 2). Darüber hinaus schwächen nach Ansicht des NIEHS
insbesondere die wenig einheitlichen Ergebnisse von Tierversuchen und
Laborstudien die epidemiologischen Befunde. Aufgrund der wenn auch
begrenzten epidemiologischen Hinweise auf ein Krebsrisiko durch EMF von
Stromleitungen kommt das NIEHS zu der Einschätzung, dass niederfrequente
EMF von Stromleitungen "möglicherweise krebserregend bei
Menschen"2 sind. Diese Einschätzung erfordert aus Sicht
des NIEHS allerdings keine umfassenden Regulierungsmaßnahmen (wie etwa
eine einheitliche Grenzwertsetzung für niederfrequente EMF, die es in den
USA bislang nicht gibt). Vielmehr sollte die bisherige Praxis von
Stromversorgungsunternehmen fortgeführt werden, die Möglichkeiten zur
Reduzierung von EMF-Expositionen bei der Streckenführung und durch andere
Maßnahmen auszuschöpfen (NIEHS 1999, S. 39).
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Schwache
Hinweise auf Leukämie- risiko bei Kindern |