PROGRAMMGRUPPE MENSCH, UMWELT, TECHNIK (MUT)
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ProjektAufgabenGutachtenErgebnisse

Zusammenfassung und Ergebnisse des ersten Workshops am 10. Juli 2001 im Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit, Aachen
  1. Nach einer kurzen Einführung und Erläuterung der Projektziele wurde von MUT eine erste Auswertung der Übereinstimmungen bzw. Unterschiede in der Datenbasis (Literatur) der vier Gutachten vorgestellt und diskutiert.
  2. Die Gutachter erläuterten anschließend ihr Vorgehen und ihre Kriterien bei der Auswahl der Literatur.
  3. Die Gutachter stellten dann kurz die wesentlichen Ergebnisse ihrer Gutachten in bezug auf die Risikobewertung und die dabei zugrunde gelegten Argumente vor.
  4. Ausgehend von einer Zusammenstellung der in den Gutachten behandelten Endpunkte bzw. Themen und der Ergebnisdarstellung der Gutachter wurde eine strukturierte Liste von Endpunkten bzw. Themen generiert, die in der folgenden Tabelle wiedergegeben ist.
  5. Diese Liste wurde im Hinblick auf die wesentlichen Dissenspunkte zwischen den Gutachten diskutiert. Die Teilnehmer einigten sich dann auf eine Auswahl von Endpunkte bzw. Themen (diese sind in der Tabelle farbig markiert), bei denen sich die Unterschiede zeigten. Diese sollen in den drei folgenden Workshops (im September, Oktober und November) unter Hinzuziehung weiterer externer Gutachter im einzelnen behandelt werden sollen.


    Endpunkte bzw. Themen
    Auslösung und Förderung von Kanzerogenese, Teratogenese, Mutagenese
      Gentoxizität und Transformation
      Chromosomen-Mutation und -Aberration / DNA-Brüche
      Genmutation und -expression
      Zellproliferation
      Fortpflanzung und Entwicklung
      Untersuchungen zur Krebsentstehung an Tieren
     
    Epidemiologische Untersuchungen an Menschen
    ZNS
      Kalzium-Homöostase / -Haushalt
      Neurotransmitter
      Neuroendokrines System und Hormone (Melatonin)
      Stress-Hormone
      Neurodegenerative Erkrankungen / Alzheimer
      Blut-Hirn-Schranke
      Sinnesrezeptoren
    Kognitive Funktionen
      Gehirnfunktion / EEG
      Schlafverhalten
      Kognitive Fähigkeiten / Lernverhalten / Aufmerksamkeit
    Sonstige patho-physiologische Wirkungen
      Enzymproduktion / Gen-Transkription und -Translation
      Kardiovaskuläres System
    Implantate

  6. Methodische Grundlage für das weitere Vorgehen in den Workshops soll der Ansatz der Evidence Based Medicine bilden, speziell der Report des australischen National Health and Medical Research Council: "How to use the evidence: assessment and application of scientific evidence" (online verfügbar unter: http://www.nhmrc.health.gov.au/publications/pdf/cp69.pdf)1.
  7. Die externen Gutachter sollen zu den einzelnen Endpunkten bzw. Themen in bezug auf die drei folgenden Schwerpunkte Stellung nehmen: - Bewertung der wissenschaftlichen Qualität der verwendeten Primärstudien, - gesundheitliche Bedeutsamkeit der Befunde, - Risikobewertung für die Expositionsbedingungen bei Basisstationen und Handys

1 siehe auch die anderen Reports des NHMRC zu diesem Themenbereich (http://www.health.gov.au/nhmrc/publications/synopses/cp65syn.htm

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Forschungszentrum Jülich Impressum Programmgruppe Mensch, Umwelt, Technik (MUT)

English Version

23.03.2010
Gisela Degen